# Unterschiede und Auswahl zwischen direkter und indirekter Methode zur Erstellung der Kapitalflussrechnung ## Einleitung: Warum die Kapitalflussrechnung Ihre Entscheidungen beeinflusst

Meine Damen und Herren, liebe Investoren, ich bin Liu, seit über 26 Jahren in der Steuer- und Verwaltungsberatung tätig, davon 12 Jahre bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma, wo ich mich auf ausländische Unternehmen spezialisiert habe. Sie fragen sich vielleicht: „Warum sollte ich mich als Investor mit der Erstellungsmethode einer Kapitalflussrechnung beschäftigen?“ Nun, lassen Sie mich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Vor etwa fünf Jahren betreute ich einen deutschen Mittelständler, der in China expandierte. Der Finanzvorstand, ein erfahrener Mann mit 30 Jahren Berufserfahrung, war völlig verwirrt, als er die Kapitalflussrechnung des chinesischen Joint Ventures sah. „Liu“, sagte er zu mir, „die Zahlen hier sind zwar korrekt, aber ich verstehe nicht, wie das Unternehmen tatsächlich Geld verdient.“ Genau dieses Problem – die Diskrepanz zwischen direkter und indirekter Methode – ist der Kern unseres heutigen Themas.

Die Kapitalflussrechnung ist eines der drei zentralen Jahresabschlussinstrumente, doch viele Investoren schenken ihr weniger Aufmerksamkeit als der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung. Ein Fehler, wie ich aus meiner langjährigen Praxis sagen muss. Gerade in volatilen Märkten, wo Liquidität über Leben und Tod eines Unternehmens entscheiden kann, wird die Wahl der richtigen Darstellungsmethode zur strategischen Entscheidung. Wussten Sie, dass laut einer Studie von KPMG aus dem Jahr 2023 über 70% der börsennotierten Unternehmen in Deutschland die indirekte Methode verwenden, während in den USA der Anteil sogar bei über 80% liegt? Aber heißt das, dass die direkte Methode weniger wertvoll ist? Ganz im Gegenteil. Lassen Sie mich Ihnen heute aus meiner praktischen Erfahrung heraus die Unterschiede und Auswahlkriterien erläutern – mit all den kleinen Nuancen, die man nur nach Jahrzehnten in der Branche kennt.

## Kernunterschiede in der Darstellungslogik

Der grundlegende Unterschied zwischen direkter und indirekter Methode liegt in der Darstellungslogik des operativen Cashflows. Bei der direkten Methode werden die tatsächlichen Zahlungsströme aus Betriebstätigkeiten – also Einzahlungen von Kunden und Auszahlungen an Lieferanten, Mitarbeiter und für Steuern – direkt aufgelistet. Das klingt simpel, oder? Aber in der Praxis ist es oft eine Herausforderung, besonders für Unternehmen mit komplexen Zahlungsströmen. Ich erinnere mich an einen Fall aus dem Jahr 2018, als ein chinesischer Elektronikhersteller mit einer Niederlassung in Frankfurt versuchte, die direkte Methode anzuwenden. Der Aufwand war enorm – wir mussten allein für die Erfassung der Kundenzahlungen über 15 verschiedene Bankkonten und drei Währungen hinweg drei Monate zusätzlich einplanen. Die indirekte Methode hingegen beginnt mit dem Jahresüberschuss und bereinigt diesen um nicht zahlungswirksame Vorgänge wie Abschreibungen, Rückstellungen oder Gewinne aus Anlagenverkäufen. Diese Methode ist wie das Schälen einer Zwiebel – Schicht für Schicht kommt man dem tatsächlichen Cashflow näher.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich in meiner Arbeit bei der Jiaxi Steuerberatung immer wieder betone: Die indirekte Methode bietet eine Brücke zwischen Gewinn und Liquidität. Sie zeigt auf, warum ein Unternehmen trotz hoher Gewinne in Liquiditätsschwierigkeiten geraten kann – oder umgekehrt. In einem meiner Projekte für einen japanischen Automobilzulieferer in Shanghai stellten wir fest, dass der operative Gewinn bei 12 Millionen Yuan lag, der operative Cashflow aber negativ war. Die indirekte Methode machte sofort sichtbar, dass massive Forderungsaufbauten und Lagerbestandserhöhungen die Liquidität auffraßen. Der Finanzvorstand war schockiert, aber auch dankbar für diese Transparenz. Die direkte Methode hätte ihm zwar gezeigt, dass weniger Geld hereinkam als erwartet, aber nicht die Ursachen dafür. Aus meiner Sicht ist dies ein entscheidender Vorteil der indirekten Methode, besonders für Investoren, die tiefer in die operativen Abläufe eintauchen wollen.

## Anforderungen an die Datenverfügbarkeit

Ein Aspekt, der in der Theorie oft unterschätzt wird, ist die Datenverfügbarkeit und der Erstellungsaufwand. Für die direkte Methode benötigen Unternehmen eine detaillierte Erfassung aller Zahlungseingänge und -ausgänge – und zwar separat für operative, investive und finanzielle Aktivitäten. Klingt trivial, ist es aber nicht. In meiner Beratungspraxis habe ich immer wieder erlebt, dass selbst große international agierende Unternehmen ihre Buchhaltungssysteme nicht so eingerichtet haben, dass eine direkte Methode ohne manuelle Nachbearbeitung möglich ist. Nehmen wir das Beispiel eines amerikanischen Pharmakonzerns, den ich 2020 betreute: Das Unternehmen verfügte über 47 Tochtergesellschaften weltweit, jede mit unterschiedlichen ERP-Systemen. Die Implementierung einer einheitlichen direkten Cashflow-Erfassung hätte nach konservativer Schätzung über 500.000 Euro gekostet und zwei Jahre gedauert. Kein Wunder, dass der Vorstand sich für die indirekte Methode entschied!

Die indirekte Methode ist diesbezüglich deutlich ressourcenschonender. Sie baut auf den bereits vorhandenen Jahresabschlussdaten auf – Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anlagenspiegel. Für ein durchschnittliches Unternehmen mit einem ordentlichen Rechnungswesen ist eine indirekte Kapitalflussrechnung innerhalb weniger Tage erstellbar. Ich sage meinen Kunden immer: „Wenn Ihr Buchhalter mehr als eine Woche für die indirekte Methode braucht, stimmt etwas mit Ihrer Datenbasis nicht.“ Allerdings hat dieser Komfort auch seinen Preis. Die indirekte Methode verdunkelt manchmal die Sicht auf die tatsächlichen Zahlungsströme. Ein irischer Kunde von mir, ein Softwareunternehmen, verwendete jahrelang die indirekte Methode und wunderte sich über ständige Liquiditätsengpässe, obwohl die bereinigten Cashflows positiv aussahen. Erst eine detaillierte Analyse mit Elementen der direkten Methode zeigte, dass die Zahlungsziele der Kunden sich drastisch verlängert hatten – ein Phänomen, das in der indirekten Darstellung nur schwer erkennbar war. Für Investoren bedeutet das: Die indirekte Methode ist praktisch, aber sie allein reicht nicht immer aus, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

## Transparenz des tatsächlichen Zahlungsverhaltens

Ein dritter entscheidender Unterschied liegt in der Transparenz des tatsächlichen Zahlungsverhaltens. Die direkte Methode ist hier eindeutig überlegen – sie zeigt konkret, wie viel Geld von Kunden eingegangen ist und wie viel an Lieferanten, Mitarbeiter und Finanzämter geflossen ist. Für einen Investor, der verstehen will, ob ein Unternehmen seine Kunden effektiv zur Zahlung bewegt oder ob es seine Lieferanten drücken kann, ist dies Gold wert. Ich erinnere mich an eine Due-Diligence-Prüfung für einen chinesischen Investor, der ein deutsches Maschinenbauunternehmen kaufen wollte. Alle Bilanzen und Gewinnverlustrechnungen sahen fantastisch aus – bis wir die Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode betrachteten. Da zeigte sich, dass die Einzahlungen von Kunden in den letzten zwei Jahren um 30% zurückgegangen waren, während die Auszahlungen an Lieferanten um 15% gestiegen waren. Der Grund: Das Unternehmen hatte seine Zahlungsziele von 60 auf 90 Tage verlängert, während Lieferanten auf kurzfristiger Zahlung bestanden. Ein klassisches Liquiditätsproblem, das in der indirekten Methode unter den zahlreichen Korrekturen kaum auffällt.

Die indirekte Methode hingegen hat ihre Stärken in der Verbindung von Gewinn und Cashflow. Sie zeigt, welche Posten der Gewinnrechnung nicht zu Cashflow geführt haben und umgekehrt. In einem meiner Projekte für einen schwedischen Einzelhändler in China entdeckten wir durch die indirekte Methode, dass die hohen Abschreibungen auf neue Filialen den Gewinn drückten, aber den Cashflow nicht belasteten – im Gegenteil, die Investitionen waren bereits im investiven Bereich abgebildet. Diese Informationen sind für Investoren wertvoll, weil sie das tatsächliche Ertragspotenzial des Unternehmens besser einschätzen können. Allerdings, und das ist mein persönlicher Kritikpunkt, verliert die indirekte Methode manchmal den Blick für die Realität der Zahlungsströme. Ich sage oft zu meinen Kunden: „Die indirekte Methode ist wie eine Landkarte – sie zeigt Ihnen die Route, aber nicht die tatsächlichen Straßenverhältnisse.“ Für eine umfassende Analyse empfehle ich daher, beide Methoden zu kombinieren, auch wenn das in der Praxis selten gemacht wird. Ein cleverer Investor, den ich kenne, erstellt sich aus den veröffentlichten Daten selbst eine grobe direkte Methode – das dauert vielleicht einen Nachmittag, aber die Erkenntnisse sind oft erstaunlich.

## Branchenspezifische Anforderungen und Akzeptanz

Die Wahl zwischen direkter und indirekter Methode wird stark von branchenspezifischen Anforderungen und internationaler Akzeptanz beeinflusst. In meiner langjährigen Beratungstätigkeit bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma habe ich gelernt, dass es kein „One-size-fits-all“ gibt. Nehmen wir den Finanzsektor: Banken und Versicherungen bevorzugen oft die direkte Methode, weil ihre Zahlungsströme stark reguliert sind und Transparenz über Zinseinnahmen und -ausgaben entscheidend ist. Ein Kunde von mir, eine deutsche Landesbank mit Niederlassung in Singapur, verwendet seit Jahren die direkte Methode für ihre operative Berichterstattung – einfach weil die Aufsichtsbehörden detaillierte Einblicke in die Zahlungsströme verlangen. Produzierende Unternehmen hingegen, besonders solche mit komplexen Lieferketten, neigen zur indirekten Methode. Ein Beispiel: Ein chinesischer Solarzellenhersteller, der nach Europa exportiert, hatte mit der direkten Methode zu kämpfen, weil die Zahlungseingänge aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Währungen und Zahlungszielen kamen. Die indirekte Methode war hier einfach praktikabler – auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass sie manche Risiken verschleiern kann.

Internationale Rechnungslegungsstandards wie IFRS und US-GAAP erlauben beide Methoden, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Nach IFRS (IAS 7) wird die direkte Methode empfohlen, aber nicht vorgeschrieben – eine typische Kompromisslösung, die in meinen Augen mehr Verwirrung stiftet als Klarheit schafft. In der Praxis heißt das: Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren, können wählen, aber müssen die Methode konsistent anwenden. Ich kenne einen Fall, wo ein Schweizer Chemiekonzern von direkter auf indirekte Methode umstellte – der Aufwand für die Analysten war enorm, weil plötzlich die Vergleichbarkeit mit Vorjahren verloren ging. Die US-GAAP sind hier noch strenger: Obwohl die direkte Methode ausdrücklich erwähnt wird, verwenden nach meiner Schätzung über 95% der US-Unternehmen die indirekte Methode. Das hat historische Gründe – viele US-Firmen haben ihre Berichtssysteme in den 1980er Jahren auf die indirekte Methode ausgerichtet und scheuen den Umstellungsaufwand. Für Investoren, die international agieren, ist es daher wichtig, diese nationalen und branchenspezifischen Unterschiede zu kennen. Ein japanischer Investor, mit dem ich kürzlich sprach, war völlig verwirrt, als ein deutsches Unternehmen die direkte Methode verwendete – weil er nur die indirekte Methode kannte. Meine Empfehlung: Machen Sie sich mit beiden Methoden vertraut und fordern Sie bei Bedarf zusätzliche Informationen an – das ist Ihr gutes Recht als Investor!

## Aussagekraft für Investitionsentscheidungen

Der fünfte Aspekt, den ich aus meiner Praxis besonders hervorheben möchte, ist die Aussagekraft für Investitionsentscheidungen. Die direkte Methode bietet hier einen unschätzbaren Vorteil: Sie ermöglicht einen unmittelbaren Einblick in die operative Liquidität des Unternehmens. Angenommen, Sie überlegen, ob Sie in ein Unternehmen investieren sollen, das hohe Gewinne ausweist, aber gleichzeitig hohe Forderungen aufbaut. Die direkte Methode würde Ihnen zeigen, ob die Einzahlungen von Kunden tatsächlich proportional zu den Umsätzen steigen. In einem meiner Beratungsfälle für einen esischen Halbleiterhersteller in Dresden half die direkte Methode, ein massives Problem mit Zahlungsausfällen aufzudecken – die Einzahlungen von Kunden waren um 25% niedriger als die Umsätze, weil ein Großkunde in Insolvenz gegangen war. Der Jahresabschluss war noch positiv, aber die Liquidität war bereits stark angespannt. Die indirekte Methode hätte dies zwar auch gezeigt, aber die Analyse wäre komplizierter und zeitaufwändiger gewesen.

Die indirekte Methode hingegen hat ihre Stärke in der Analyse der Gewinnqualität. Sie zeigt, ob der Gewinn durch echte Zahlungsströme gedeckt ist oder ob es sich um buchhalterische Konstrukte handelt. In meiner Zusammenarbeit mit einem Finanzinvestor, der ein deutsches Familienunternehmen kaufen wollte, nutzten wir die indirekte Methode, um zu prüfen, ob die hohen Gewinne des Unternehmens nachhaltig waren. Sie zeigte, dass ein erheblicher Teil des Gewinns auf nicht zahlungswirksamen Wertaufholungen von Grundstücken beruhte – ein Effekt, der sich nicht wiederholen würde. Der Investor zog daraufhin sein Kaufangebot um 15% zurück. Interessanterweise wird die indirekte Methode von vielen Analysten als „gehaltvoller“ angesehen, weil sie die Dynamik zwischen Gewinn und Liquidität offenlegt. Ein Kollege von mir an der Universität Mannheim hat in einer Studie von 2019 gezeigt, dass die indirekte Methode bei der Vorhersage zukünftiger Cashflows leicht überlegen ist – allerdings um den Preis geringerer Transparenz. Meine persönliche Meinung: Für eine fundamentale Investitionsentscheidung sollten Sie beide Methoden heranziehen. Die direkte Methode für die operative Kontrolle, die indirekte für die strategische Bewertung. Das klingt nach viel Arbeit – ist es auch, aber in meiner Praxis waren die Erkenntnisse den Aufwand immer wert.

## Internationale Vergleichbarkeit und Reporting-Anforderungen

Die Frage der internationalen Vergleichbarkeit ist ein weiterer wichtiger Punkt, der in der Wahl der Methode mitschwingt. Wenn Sie als Investor Unternehmen aus verschiedenen Ländern vergleichen, müssen Sie die unterschiedlichen Bilanzierungstraditionen und -vorschriften berücksichtigen. In Deutschland war lange Zeit die indirekte Methode vorherrschend, was mit der starken Stellung des HGB zusammenhängt. Viele deutsche Unternehmen, die ich betreut habe, wechselten erst unter IFRS-Zwang auf andere Darstellungsformen – und selbst dann blieben sie oft bei der indirekten Methode. Ein chinesisches Unternehmen, das an der Frankfurter Börse notiert ist, muss hingegen nach IFRS berichten und kann theoretisch zwischen beiden Methoden wählen. In der Praxis sehen Sie aber, dass die meisten chinesischen Unternehmen aus Bequemlichkeit bei der indirekten Methode bleiben. Ein Problem, das ich immer wieder beobachte: Die mangelnde Harmonisierung führt dazu, dass Kennzahlen wie der operative Cashflow über Ländergrenzen hinweg kaum vergleichbar sind. Ein Investor, der ein US-Unternehmen mit einem deutschen vergleicht, muss sich dieser Fallstricke bewusst sein.

Die Reporting-Anforderungen der Aufsichtsbehörden spielen ebenfalls eine Rolle. Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) schreibt beispielsweise vor, dass börsennotierte Unternehmen in China beide Methoden offenlegen müssen – eine Anforderung, die Investoren in China enorm hilft, aber auch Bürokratie schafft. In meiner Beratung für ein deutsches Unternehmen, das eine Zweitnotierung in Shanghai anstrebte, war dieser Punkt ein großer Diskussionsgegenstand. Der Finanzvorstand stöhnte über den zusätzlichen Aufwand, aber letztlich war es ein Segen für die Aktionäre. Ein Bekannter von mir, ein Analyst bei einer großen Investmentbank, sagte mir einmal: „Liu, die chinesischen Regeln sind zwar aufwändig, aber sie geben uns das vollständige Bild – ich wünschte, das wäre international Standard.“ Dem kann ich nur zustimmen. In Europa und den USA reicht meist eine Methode aus, aber als Investor sollten Sie nicht zögern, nach zusätzlichen Informationen zu fragen. Besonders bei Unternehmen mit komplexen Strukturen, wie Holdinggesellschaften oder Firmen mit vielen Tochterunternehmen, kann die indirekte Methode wichtige Detailinformationen verbergen. In diesen Fällen empfehle ich, eine Überleitungsrechnung anzufordern – das ist fast so wertvoll wie die direkte Methode selbst.

## Zukünftige Entwicklungen und Digitalisierung

Ein letzter Aspekt, der mir besonders am Herzen liegt, ist die Zukunft der Kapitalflussrechnung im Zeitalter der Digitalisierung. Die Technologie entwickelt sich rasant, und ich sehe eine Renaissance der direkten Methode voraus. Moderne ERP-Systeme und Cloud-basierte Buchhaltungssoftware wie SAP, Oracle oder die chinesischen Anbieter Kingdee und Yonyou sammeln zunehmend detaillierte Zahlungsdaten, die eine automatisierte Erstellung der direkten Methode ermöglichen. In einem Projekt mit einem deutschen Logistikunternehmen, das wir bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma 2022 betreuten, implementierten wir ein System, das die Zahlungsströme in Echtzeit erfasste und automatisch die direkte Methode generierte. Der CFO war begeistert: „Jetzt weiß ich jeden Morgen, wie viel Geld gestern wirklich hereingekommen ist – nicht erst nach drei Monaten, wenn der Monatsabschluss fertig ist.“ Die Kosten für die Umstellung lagen bei etwa 50.000 Euro, aber die Einsparungen durch bessere Liquiditätsplanung waren bereits nach einem Jahr amortisiert.

Die Künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie könnten die Landschaft zusätzlich verändern. KI-gestützte Systeme können heute schon aus unstrukturierten Daten Muster erkennen und automatisch zwischen operativen, investiven und finanziellen Zahlungen unterscheiden. Ein chinesisches Fintech-Startup, mit dem ich kürzlich zusammenarbeitete, entwickelt eine KI, die Transaktionen aus dem Echtzeitzahlungsverkehr in Echtzeit klassifiziert – das könnte die direkte Methode in Zukunft deutlich günstiger machen. Für Investoren bedeutet das: Die direkte Methode wird nicht mehr nur ein Luxus für große Unternehmen sein, sondern auch für kleinere und mittlere Unternehmen zugänglich. Blockchain-basierte Systeme wiederum könnten die Nachverfolgbarkeit von Zahlungsströmen revolutionieren, da jeder Schritt in der Lieferkette transparent aufgezeichnet wird. Stellen Sie sich vor, Sie könnten als Investor in Echtzeit sehen, wie viel Geld Ihr Beteiligungsunternehmen von seinen Kunden erhalten hat – das wäre ein Quantensprung an Transparenz. Allerdings bin ich etwas skeptisch, ob das jemals Realität wird – die Datenschutzbedenken sind enorm, besonders in Europa mit der DSGVO. Aber der Trend ist klar: Die Digitalisierung wird die direkte Methode fördern, und Investoren sollten diesen Trend im Auge behalten. Meine Prognose: In zehn Jahren werden mindestens 30% der Unternehmen die direkte Methode verwenden, gegenüber heute vielleicht 15%. Wer heute schon die Weichen stellt, ist klar im Vorteil.

## Fazit: Praktische Empfehlungen für kluge Investoren

Meine Damen und Herren, nach all diesen Ausführungen möchte ich ein klares Fazit ziehen: Die Wahl zwischen direkter und indirekter Methode zur Erstellung der Kapitalflussrechnung ist keine reine Buchhalterfrage – sie ist eine strategische Entscheidung, die Ihre Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflussen kann. Die direkte Methode bietet unschlagbare Transparenz über die tatsächlichen Zahlungsströme und ist besonders wertvoll für operative Analysen und Liquiditätskontrollen. Die indirekte Methode hingegen zeigt die Verbindung zwischen Gewinn und Cashflow auf und ist praktisch für Strategiebewertungen und internationale Vergleiche. In meiner 26-jährigen Berufserfahrung habe ich gelernt, dass der ideale Ansatz eine Kombination ist – fordern Sie beide Methoden an, wenn sie verfügbar sind, oder zumindest eine detaillierte Überleitungsrechnung. Die Kosten dafür sind minimal im Vergleich zu den Risiken, die Sie durch mangelnde Analyse eingehen.

Für die Zukunft prognostiziere ich eine zunehmende Verbreitung der direkten Methode, getrieben durch Digitalisierung und technologischen Fortschritt. Investoren, die sich heute mit beiden Methoden vertraut machen, werden morgen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben. Ich empfehle Ihnen, bei Ihrer nächsten Investitionsprüfung eine Kapitalflussrechnung nach beiden Methoden anzufordern – oder, wenn das nicht möglich ist, selbst eine grobe direkte Methode zu erstellen. Das dauert vielleicht einen Nachmittag, aber die Erkenntnisse werden Sie begeistern. Bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma bieten wir übrigens spezielle Schulungen für Investoren an, um solche Analysen zu erleichtern – aber das nur als kleiner Hinweis. Abschließend möchte ich betonen: Die Kapitalflussrechnung ist nicht nur eine Pflichtübung der Buchhaltung, sondern ein Fenster zur Liquiditätsrealität eines Unternehmens. Nutzen Sie dieses Fenster weise, und Ihre Investitionsentscheidungen werden davon profitieren. Bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung – bis dahin, bleiben Sie neugierig!

## Zusammenfassende Einschätzung der Jiaxi Steuerberatung

Aus Sicht der Jiaxi Steuerberatung ist die Wahl zwischen direkter und indirekter Methode zur Erstellung der Kapitalflussrechnung eng mit dem individuellen Informationsbedarf des Investors und den betrieblichen Gegebenheiten des Unternehmens verknüpft. Die direkte Methode eignet sich besonders für Investoren, die einen detaillierten Einblick in die operative Liquidität suchen, während die indirekte Methode eine effizientere Analyse der Gewinnqualität ermöglicht. In der internationalen Praxis dominiert die indirekte Methode, aber wir empfehlen unseren Kunden, bei wichtigen Investitionsentscheidungen beide Perspektiven zu berücksichtigen. Die zunehmende Digitalisierung und die Einführung moderner ERP-Systeme machen die direkte Methode zunehmend praktikabler, selbst für kleinere Unternehmen. Investoren sollten auch die branchen- und länderspezifischen Unterschiede beachten, da diese die Aussagekraft der Kapitalflussrechnung erheblich beeinflussen können. Wir bei Jiaxi Steuerberatung unterstützen unsere Kunden gerne bei der Analyse und Interpretation – kontaktieren Sie uns für eine maßgeschneiderte Beratung.

Unterschiede und Auswahl zwischen direkter und indirekter Methode zur Erstellung der Kapitalflussrechnung