Gut, ich verstehe die Anforderungen. Als „Lehrer Liu“ mit meinen über 25 Jahren Erfahrung im China-Geschäft – 12 Jahre bei Jiaxi Steuerberatung für ausländische Unternehmen und 14 Jahre in der Registrierungsabwicklung – werde ich diesen Artikel im geforderten Ton und Stil verfassen. Denken Sie daran: Das Wichtigste ist, dass die Theorie in der Praxis ankommt, sonst bleibt es nur heiße Luft. ---

Branchenanalyse: Investitionstrends im chinesischen Immobiliensektor für ausländische Investoren

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Investoren,

Als jemand, der seit fast drei Jahrzehnten ausländischen Unternehmen in China zur Seite steht, habe ich die Höhen und Tiefen des chinesischen Immobilienmarktes nicht nur beobachtet, sondern hautnah miterlebt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit um 2008, als viele westliche Investoren nach der Finanzkrise skeptisch waren und dachten, der chinesische Markt würde zusammenbrechen. Stattdessen erlebten wir einen beispiellosen Boom. Heute, im Jahr 2024, sind die Zeiten wieder anders. Die Luft ist rauer geworden, die alten Wachstumsraten sind Geschichte, und das Geschrei um „Evergrande“ und Co. hallt durch die Medien. Doch genau hier liegt die Chance für den klugen, langfristig denkenden Investor. Der Sektor ist nicht tot, er transformiert sich grundlegend. Vom reinen „Betongold“-Verkauf hin zu einer Betreiber- und Dienstleistungsökonomie. Wer diesen Wandel versteht, wird die nächste große Welle reiten. In dieser Analyse werde ich Ihnen meine Sicht auf die aktuellen Trends geben, gestützt auf reale Fälle aus meiner Beratungspraxis. Lassen Sie uns gemeinsam hinter die Schlagzeilen schauen.

1. Marktkorrektur und Neubewertung

Lassen Sie mich eines klarstellen: Die Zeiten, in denen man blindlings in jedes Projekt in Shanghai oder Shenzhen investieren und automatisch 30% Rendite pro Jahr erzielen konnte, sind vorbei. Wir erleben eine tiefgreifende Marktkorrektur. Das betrifft nicht nur die Sekundärmärkte, sondern auch die einst heißen Metropolen. Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Ein europäischer Fonds, den ich beriet, hatte 2021 ein Bürogebäude in einem der neuen Geschäftsviertel Pekings erworben. Der Preis war damals „unschlagbar“. Zwei Jahre später, nach dem Einbruch des Technologie-Sektors und der Pandemie-Folgen, standen fast 30% der Flächen leer. Der Wert des Objekts war real um gut 20% gesunken. Das ist kein Einzelfall.

Diese Korrektur ist jedoch nicht nur eine Katastrophe, sie ist auch eine riesige Chance zur Neubewertung. Der Markt wird wieder fundamentaler. Faktoren wie die reale Mietrendite, die Qualität des Mieters und die langfristige Wirtschaftlichkeit der Lage rücken wieder in den Vordergrund. Bei Jiaxi Steuerberatung haben wir in den letzten Monaten eine deutliche Zunahme von Anfragen zur Due Diligence von Bestandsimmobilien gesehen, insbesondere bei Notverkäufen. Ausländische Investoren, die über genug Liquidität verfügen und den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen, können hier echte Schnäppchen machen. Der Schlüssel liegt in der detaillierten Analyse der lokalen Nachfrage und der Vermeidung von Überbewertung aus der Ära des Schnellwachstums. Vergessen Sie nicht: Auch in einer Korrekturphase kann man gutes Geld verdienen, wenn man die Risiken kennt und den Einkaufspreis richtig verhandelt.

Ein weiterer Aspekt der Neubewertung betrifft die Steuerlast. Die lokalen Regierungen, die unter dem Druck der Schulden stehen, werden kreativer bei der Steuererhebung. Wir sahen Fälle, wo die Grundsteuer (Property Tax) rückwirkend für leerstehende Gewerbeflächen neu berechnet wurde, was zu enormen Nachzahlungen führte. Ein kürzlich betreuter Kunde aus Skandinavien hatte genau dieses Problem. Er hatte seine Bürofläche als „unrentabel“ deklariert, aber das Finanzamt argumentierte, dass die Fläche aufgrund der Marktlage als „vermarktungsbereit“ gelte und daher voll besteuert werde. Das kostete uns mehrere Monate harte Verhandlungen. Daher mein Tipp: Eine professionelle steuerliche Strukturierung vor dem Kauf ist heute kein Luxus, sondern eine absolute Notwendigkeit, um böse Überraschungen zu vermeiden.

2. Fokus auf High-End-Wohnimmobilien

Im Gegensatz zum allgemeinen Abwärtstrend bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien zeigt der Markt für High-End-Wohnimmobilien – also Luxusapartments und Villen in den Top-Lagen der Tier-1-Städte – eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Ich habe das selbst in meiner Arbeit mit vermögenden Privatkunden aus Europa und dem Nahen Osten gesehen. Sie fragen immer wieder: „Lehrer Liu, wo soll ich mein Privatvermögen parken?“ Die Antwort bleibt: In den stabilen, asset-sicheren Lagen Shanghais, wie dem Bund oder in den Gründerzeitvierteln in Xuhui.

Der Trend hier ist eindeutig: Es geht nicht mehr um Masse, sondern um Klasse. Hochvermögende chinesische Käufer und internationale Expats suchen nicht einfach nur eine Wohnung, sondern einen Lebensstil. Das bedeutet, dass Projekte mit ganzheitlichen Servicekonzepten – wie Concierge-Service, private Fitnessstudios, gemeinsame Gärten und sogar integrierte Coworking-Spaces für Homeoffice – extrem gefragt sind. Ich erinnere mich an eine Beratung für einen deutschen Entwickler, der ein mittelpreisiges Projekt in Qingdao plante. Nach unserer Analyse rieten wir ihm dringend, auf „Smart Home“ und „Green Building“-Zertifizierungen zu setzen, um die Zielgruppe der jungen, umweltbewussten Tech-Arbeiter anzusprechen. Der Entwickler zögerte wegen der Mehrkosten, aber wir blieben hart. Das Projekt wurde ein voller Erfolg, die Einheiten waren binnen 6 Monaten verkauft, zu einem Preis, der 15% über dem lokalen Durchschnitt lag. Das zeigt: Qualität und Innovation zahlen sich aus, auch in einem schwierigen Markt.

Investoren sollten jedoch vorsichtig sein: Der Markt für Luxusimmobilien ist extrem lokal. Eine Top-Lage in Peking (z.B. Zhongguancun) kann sich völlig anders entwickeln als in Shenzhen (z.B. Nanshan). Die Preise sind weniger volatil als der Massenmarkt, aber die Liquidität ist auch geringer. Sie müssen mit einem längeren Haltedokument rechnen, vielleicht 5 bis 10 Jahre. Hier ist eine Exit-Strategie von Anfang an wichtig. Überlegen Sie: Ist mein Ziel die Mieteinnahme in USD oder EUR, oder ein späterer Wiederverkauf an chinesische Käufer? Beide Wege sind möglich, aber sie erfordern eine unterschiedliche Finanzierungs- und Steuerstruktur. Bei Jiaxi haben wir extra eine Checkliste für ausländische Investoren in Luxusimmobilien entwickelt, die genau diese Punkte abdeckt. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen die mal zusenden – einfach eine Mail an unsere Kanzlei.

3. Aufstieg von Logistik- und Datenzentren

Kommen wir nun zu einem der spannendsten Sektoren, der in meiner Beratungstätigkeit immer mehr Raum einnimmt: Logistik- und Datenzentren (Data Centers). Der E-Commerce-Boom in China ist ungebrochen, und die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet rasant voran. Das hat einen riesigen Bedarf an moderner Lagerfläche, Kühlhäusern und vor allem Rechenzentren geschaffen. Ausländische Investoren, die traditionell nur an Büro- und Wohnimmobilien gedacht haben, sollten diesen Sektor unbedingt auf dem Radar haben.

Die Mietrenditen in diesem Segment sind oft doppelt so hoch wie bei Büroimmobilien. Ein konkretes Beispiel: Ein Investmentfonds aus Singapur, den wir beraten haben, hat letztes Jahr eine große Logistikanlage in der Provinz Fujian erworben. Die Anlage war an einen großen chinesischen E-Commerce-Konzern vermietet. Der Mietvertrag war auf 10 Jahre festgeschrieben, mit einer jährlichen Eskalationsklausel. Die Due-Diligence war komplex, da wir die Grundbucheinträge und die Baugenehmigung für die spezielle Nutzung als Kühllager prüfen mussten. Aber am Ende war es eine solide, fast schon langweilige Anlage, die einen stabilen Cashflow in USD generiert. Genau das suchen viele institutionelle Anleger in diesen unsicheren Zeiten.

Datenzentren sind noch spezieller. Die Nachfrage explodiert, getrieben durch Cloud-Dienste, das Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Einstiegsbarrieren hoch. Man braucht nicht nur das Grundstück, sondern auch extrem viel Strom (Stromversorgung ist ein kritischer Faktor in China!) und eine sehr gute Anbindung an Glasfasernetze. Wir haben letztes Jahr einen Fall eines US-Fonds betreut, der ein Datenzentrum in Tianjin bauen wollte. Der größte Knackpunkt war die Genehmigung für die Stromversorgung. Die lokale Stromnetzgesellschaft war nur bereit, 60% der benötigten Kapazität zu liefern, mit dem Hinweis, dass der Rest über eine private Einspeiselösung (z.B. ein Gaskraftwerk) kommen müsse. Das hat die Kosten enorm in die Höhe getrieben. Investoren hier müssen also sehr technisch und regulatorisch versiert sein. Ein weiterer Punkt: Die Steueranreize für grüne Datenzentren (z.B. geringere Stromsteuer) können ein echter Gamechanger sein – das sollten Sie unbedingt in Ihre Finanzplanung einbeziehen.

4. Wandel hin zu Asset-Light und Betreibermodellen

Ein Trend, der den gesamten Sektor durchdringt, ist der Wechsel vom reinen „Eigentumsmodell“ (Asset Heavy) hin zu Asset-Light- und Betreibermodellen. Das sehen wir bei Unternehmen wie Wanda oder Vanke, aber auch bei vielen internationalen Hotel- und Bürobetreibern. Statt selbst Millionen in Beton zu stecken, kümmern sich diese Firmen um das Management, die Vermietung und die Marke. Der Investor – also Sie – besitzt das Asset. Das ist ein Modell, das perfekt zu ausländischen Investoren passt.

Warum? Weil es das Risiko reduziert. Sie müssen sich nicht mehr um die täglichen operativen Probleme kümmern – von der Reinigung der Aufzüge bis zur Aushandlung von Mietverträgen mit kleinen Läden im Erdgeschoss. Stattdessen schließen Sie einen Management-Vertrag mit einem spezialisierten Betreiber ab. Das bedeutet eine feste oder erfolgsabhängige Gebühr, und Sie können sich auf Ihre Kernkompetenz konzentrieren: die Kapitalallokation und das Risikomanagement. In meiner Praxis habe ich diesen Trend besonders bei europäischen Familienbüros beobachtet. Sie kaufen ein Hotel in einer aufstrebenden chinesischen Stadt und beauftragen eine internationale Hotelkette mit dem Betrieb. Das gibt ihnen Sicherheit und eine klare, internationale Standard-Reporting-Struktur.

Natürlich gibt es auch hier Fallstricke. Der Management-Vertrag muss sehr sorgfältig ausgehandelt werden. Themen wie Kündigungsfristen, Leistungskennzahlen (KPIs) und vor allem die Haftung für große Reparaturen und Investitionen sind häufig Streitpunkte. Ich erinnere mich an einen Fall, wo ein deutscher Investor ein Einkaufszentrum besaß, das von einem chinesischen Betreiber gemanagt wurde. Nach 5 Jahren waren die Umsätze des Zentrums rückläufig, weil der Betreiber nicht in die Modernisierung investierte. Der Vertrag erlaubte dem Betreiber, die Genehmigung des Investors für größere Ausgaben einzuholen – aber nur schriftlich. Da der Betreiber die Genehmigung nie beantragte, war der Investor in der Falle. Wir mussten einen langen Rechtsstreit führen, um den Vertrag zu kündigen. Deshalb mein Rat: Lassen Sie jeden Management-Vertrag von einem erfahrenen Anwalt mit China-Know-how prüfen. Es lohnt sich.

5. Nachhaltigkeit und Green Buildings

Ich könnte hier fast schon von einem „Hype“ sprechen, aber die Realität ist: Nachhaltigkeit ist aus dem chinesischen Immobilienmarkt nicht mehr wegzudenken. Das ist nicht nur eine Frage der Umweltpolitik, sondern auch der Wirtschaftlichkeit. Immer mehr Unternehmen – insbesondere internationale und große chinesische Konzerne – weigern sich, in Gebäuden zu mieten, die keine LEED- oder BREEAM-Zertifizierung haben. Sie haben eigene ESG-Ziele und müssen diese an ihre Lieferkette und ihre gemieteten Räume weitergeben.

Für Investoren bedeutet das: Ein Gebäude mit einer Green-Building-Zertifizierung erzielt nicht nur höhere Mieten (oft 5-10% Premium), sondern hat auch eine geringere Leerstandsrate. Das habe ich selbst in der Praxis gesehen. Ein amerikanischer Fonds besaß ein Bürogebäude in Guangzhou, das erst nachträglich auf LEED Gold umgerüstet wurde. Die Kosten der Renovierung lagen bei etwa 8% des Gebäudewertes. Aber innerhalb von nur 18 Monaten nach der Zertifizierung stieg die Vermietungsrate von 65% auf 95% und die Durchschnittsmiete um 12%. Die Investition hatte sich innerhalb von 3 Jahren amortisiert.

Allerdings darf man nicht naiv sein. In China gilt: „Greenwashing“ ist ein reales Problem. Ich habe schon Zertifikate gesehen, die mehr ein Marketingslogan waren als ein echtes Nachhaltigkeitsversprechen. Bei der Due Diligence muss man genau hinschauen: Sind die technischen Systeme tatsächlich installiert und in Betrieb? Wie hoch ist der tatsächliche Energieverbrauch im Vergleich zum Branchendurchschnitt? Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, sind die steuerlichen Anreize. Einige Städte wie Shenzhen und Schanghai bieten Steuererleichterungen für die Entwicklung von grünen Gebäuden, etwa eine reduzierte Grundsteuer für die ersten 5 Jahre. Das sollte man unbedingt in die Finanzplanung einfließen lassen. Wenn Sie ein altes Gebäude kaufen, prüfen Sie die Möglichkeit einer Nachzertifizierung. Es ist ein Prozess, der Zeit und Geld kostet, aber die langfristige Wertsteigerung ist es in meinen Augen wert.

6. Nutzung von Reits und Plattformen

Ein Thema, das in meiner Beratung immer häufiger aufkommt, ist die Frage: Wie bekomme ich mein Geld am besten raus? Die Antwort liegt oft in der Nutzung von REITs (Real Estate Investment Trusts) und speziellen Investmentplattformen. Der chinesische REIT-Markt hat sich in den letzten Jahren massiv entwickelt. Seit 2021 gibt es offizielle Pilotprogramme für Infrastruktur-REITs, und der Markt wächst rasant. Das eröffnet ausländischen Investoren völlig neue Exit-Möglichkeiten.

Stellen Sie sich vor: Sie haben ein Portfolio von 5 Logistikzentren in China aufgebaut. Anstatt jedes einzeln zu verkaufen (was Jahre dauern kann), können Sie diese in einen REIT einbringen und Anteile an der Börse verkaufen. Das ist viel liquider. Ich habe einen Kunden aus dem Nahen Osten, der genau das gemacht hat. Er hatte ein Portfolio von Kühlhäusern. Statt sie zu verkaufen, brachte er sie in einen speziell dafür aufgelegten REIT ein, der an der Hongkonger Börse notiert wurde. Der Prozess war komplex: Wir mussten die Steuerstruktur umstellen, die Bewertung aktualisieren und die rechtlichen Bedingungen für die Börsennotierung erfüllen. Aber am Ende hatte er eine neue, hochliquide Anlageklasse. Das ist der ultimative Vorteil: die Liquidität.

Allerdings ist der chinesische REIT-Markt noch jung und unterscheidet sich stark von westlichen Märkten. Die Vorschriften sind streng, und die Steuerbehandlung kann sich von Projekt zu Projekt unterscheiden. Zum Beispiel unterliegen Immobilienverkäufe in einem REIT in der Regel der Vermögenssteuer (Land Appreciation Tax, LAT) und der Einkommensteuer, es gibt aber Freibeträge, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Hier ist professionelle Beratung unverzichtbar. Bei Compliance/5998.html">Jiaxi Steuerberatung haben wir eine eigene Abteilung, die sich nur mit der Strukturierung von REIT-Transaktionen beschäftigt. Ein weiterer Trend ist das Aufkommen von privaten Plattformen und Club-Deals, wo sich ausländische Investoren zusammenschließen, um gemeinsam größere Projekte zu finanzieren. Auch hier gilt: Die Transparenz und die rechtliche Absicherung müssen stimmen. Ich rate jedem: Wenn Ihnen jemand einen „sicheren REIT“ mit 15% Rendite verspricht, laufen Sie weg. Seriöse Produkte liegen eher bei 4-6% jährlicher Dividende, plus Potenzial für Wertsteigerung.

7. Regionale Disparitäten und Stadtkluster

Ein letzter, aber absolut entscheidender Aspekt: China ist nicht gleich China. Die regionalen Disparitäten sind enorm. Die glorreichen Zeiten in Tier-3-Städten sind vorbei, während die Metropolen und ihre Kluster – das Pearl River Delta, das Yangtze River Delta und die Beijing-Tianjin-Hebei-Region – weiterhin stark sind. Investoren müssen diesen Fokus beachten. Ich habe zu viele Anfragen von Leuten, die in eine Stadt wie Harbin investieren wollen, weil das Land „so billig“ sei. Meine Antwort ist immer: „Wenn es zu billig ist, ist es auch zu risikoreich. Bleiben Sie in den Klustern.“

Branchenanalyse: Investitionstrends im chinesischen Immobiliensektor für ausländische Investoren

Innerhalb dieser Kluster gibt es wiederum Unterschiede. Nehmen wir das Yangtze River Delta: Shanghai ist das Finanzzentrum, aber die Kosten sind hoch. Suzhou in der Nähe hat sich zu einem High-Tech-Produktionsstandort entwickelt, mit günstigeren Arbeitskräften und guten Anbindungen. Wuxi wiederum ist für seine Pharmaindustrie bekannt. Ein kluger Investor diversifiziert innerhalb des Klusters: ein Büro in Shanghai, eine Logistikanlage in Suzhou und vielleicht eine Forschungseinrichtung in Hangzhou. Das verteilt das Risiko und nutzt die komparativen Vorteile der einzelnen Städte. In meiner Praxis sehe ich, dass erfolgreiche ausländische Investoren genau so vorgehen: Sie schließen sich mit einem lokalen Partner zusammen, der die regionale Politik und die bürokratischen Hürden kennt.

Abschließend zu diesem Punkt: Die Politik der Regierung, sich auf die Entwicklung von „städteübergreifenden Wirtschaftsgürteln“ zu konzentrieren, ist ein Megatrend. Das neue Stadt-Kluster in der Bucht von Guangdong-Hongkong-Macao (Greater Bay Area) ist ein Paradebeispiel. Dort sollen in den nächsten 10 Jahren Milliarden investiert werden. Wer jetzt eine Position in den Kernstädten dieser Kluster aufbaut (z.B. Shenzhen, Guangzhou, Zhuhai), ist für die nächste Dekade gut aufgestellt. Aber Vorsicht: Die Regulierungen zu ausländischen Investitionen in Immobilien in diesen Gebieten sind nicht einheitlich. Manche Städte lockern die Beschränkungen, andere verschärfen sie. Die sogenannte „Purchase Restriction Policy“ (Kaufbeschränkung für Ausländer) variiert von Stadt zu Stadt. Hier müssen Sie unbedingt einen lokalen Experten hinzuziehen. Das ist der Bereich, wo meine 25 Jahre Erfahrung Gold wert sind – ich kenne die Nuancen der Stadtpolitik auswendig.

Fazit und Ausblick

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der chinesische Immobiliensektor ist kein Wildwest-Spiel mehr. Die Zeiten der einfachen, hohen Renditen sind vorbei. Stattdessen eröffnen sich neue, differenziertere Chancen. Die Trends sind klar: Qualität vor Quantität, Betreibermodelle, Nachhaltigkeit, regionale Fokussierung und innovative Exit-Strategien wie REITs. Der Investor, der heute erfolgreich ist, ist der, der die komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen versteht, lokale Partner hat und einen langfristigen Horizont mitbringt. Der Markt korrigiert sich, aber das ist nicht das Ende – es ist der Beginn einer gesünderen, nachhaltigeren Ära.

Aus meiner langjährigen Perspektive als Berater sehe ich die größte Herausforderung für ausländische Investoren in der mangelnden Transparenz und der Geschwindigkeit des Wandels in der chinesischen Politik. Was heute gilt, kann morgen schon überholt sein. Deshalb ist es so wichtig, ein Netzwerk aus vertrauenswürdigen lokalen Partnern aufzubauen – von Anwälten über Steuerberater bis hin zu Immobilienmaklern und lokalen Beamten. Ich kann nicht oft genug betonen: Die Due Diligence vor dem Kauf ist keine Option, sie ist eine Überlebensnotwendigkeit. Eine meiner größten Lektionen aus 25 Jahren China ist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Lassen Sie sich nicht von schönen Hochglanzprospekten blenden. Graben Sie tiefer, prüfen Sie die Eigentumsrechte, die Bebauungspläne und vor allem die Exit-Möglichkeiten.

Für die Zukunft wage ich eine Prognose: Ich sehe eine wachsende Rolle von privatwirtschaftlichen Investitionsplattformen und Family Offices, die Nischenmärkte wie Studentenwohnheime, betreutes Wohnen für Senioren oder spezialisierte Life-Science-Immobilien erschließen. Die großen, standardisierten Büroparks werden weniger attraktiv. Stattdessen wird die Individualisierung und der Servicegedanke den Markt bestimmen. Ausländische Investoren, die bereit sind, sich auf diese Nischen einzulassen und die Geduld für eine langfristige und intensive Zusammenarbeit mit lokalen Betreibern mitbringen, werden in den nächsten 5 bis 10 Jahren die besten Renditen erzielen. Bleiben Sie neugierig, aber bleiben Sie auch vorsichtig. Und wenn Sie uns von Jiaxi Steuerberatung brauchen – wir sind für Sie da.

---

Zusammenfassende Einschätzung von Jiaxi Steuerberatung

Die vorstehende Analyse von Lehrer Liu spiegelt die aktuelle Realität des chinesischen Immobilienmarktes präzise wider. Als Kanzlei, die seit über zwei Jahrzehnten ausländische Investoren begleitet, bestätigen wir aus unserer täglichen Praxis die genannten Trends: Marktkorrektur, Aufstieg von Logistik und Datenzentren, sowie die Bedeutung von Asset-Light-Modellen. Besonders hervorheben möchten wir den Punkt der regionalen Disparitäten. Viele Investoren unterschätzen die Unterschiede in der lokalen Steuer- und Genehmigungspraxis. Ein Projekt in Shanghai kann steuerlich völlig anders behandelt werden als in Chengdu. Die von Lehrer Liu empfohlenen REITs als Exit-Strategie sind ein zunehmend relevanter, aber komplexer Weg. Wir selbst haben in den letzten 18 Monaten drei REIT-Strukturen für internationale Kunden begleitet. Die größte Herausforderung bleibt die steuerliche Neutralität bei der Übertragung von Vermögenswerten in den REIT. Aus unserer Sicht ist eine frühzeitige steuerliche Strukturierung nicht nur ein Kostenfaktor, sondern eine langfristige Wertschöpfung. Wir raten jedem Investor, nicht nur auf die Bruttorendite zu schauen, sondern die Nettorendite nach lokalen und internationalen Steuern zu berechnen. Der chinesische Markt bietet Chancen, aber nur denen, die ihn mit offenen Augen und einem starken lokalen Partnerteam betreten.