# Förderindustrien im Wandel: Unterstützungspolitik und Projekte für Kreislaufwirtschaft ## Einleitung: Warum Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien jetzt Pflicht wird Wer in den letzten Jahren die Entwicklungen in der Bergbau- und Förderindustrie verfolgt hat, dem ist eines sicher nicht entgangen: Der Druck auf die Branche wächst – von allen Seiten. Umweltauflagen, gesellschaftliche Erwartungen, sinkende Erzgehalte bei gleichzeitig steigenden Energiekosten – die Liste der Herausforderungen ist lang. Doch gerade in dieser Gemengelage liegt eine riesige Chance, über die wir heute sprechen sollten. Ich meine die systematische Verankerung von Kreislaufwirtschaftsprinzipien in Förderindustrien, unterstützt durch gezielte staatliche Politik und konkrete Projektinitiativen.

Wenn ich auf meine 26 Jahre Berufserfahrung – davon 12 Jahre bei der Jiaxi Steuerberatung im Dienst für ausländische Unternehmen und 14 Jahre in der Registrierungsabwicklung – zurückblicke, dann habe ich einen besonderen Blick für die praktischen Hürden und Chancen solcher Transformationsprozesse entwickelt. Immer wieder sitze ich mit Geschäftsführern zusammen, die vor der Frage stehen: Lohnt sich der Umbau hin zu mehr Ressourceneffizienz wirklich? Meine Antwort ist dann meist: Nicht nur aus ökologischer Vernunft, sondern vor allem aus betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit. Die Politik hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Architektur aus Förderinstrumenten geschaffen, von der viele Unternehmen bis heute viel zu wenig Gebrauch machen.

Der Begriff „Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien" klingt zunächst nach einem theoretischen Konstrukt, ist aber in Wirklichkeit ein äußerst pragmatisches Konzept. Es geht darum, die klassische lineare Wertschöpfungskette – Gewinnung, Verarbeitung, Entsorgung – zu einem geschlossenen System umzubauen. Abraum wird zu Rohstoff, Tailings werden zu Sekundärressourcen, und Wasser wird im Kreislauf geführt. Genau hier setzen die neuen Unterstützungsprogramme an, die wir uns im Folgenden genauer ansehen wollen.

## EU-Taxonomie als Treiber

Beginnen wir mit einem Thema, das viele meiner Kunden in den letzten Monaten intensiv beschäftigt hat: die EU-Taxonomie. Seit dem Inkrafttreten der Delegierten Verordnungen zur Klima- und Umweltziele sind auch Förderunternehmen gefordert, ihre Aktivitäten umfassend zu klassifizieren. Die Taxonomie ist kein bloßes Berichtsinstrument, sondern sie hat ganz handfeste finanzielle Konsequenzen: Ohne eine positive Taxonomie-Konformität wird es zunehmend schwierig, günstige Kredite zu erhalten oder institutionelle Investoren zu überzeugen. Der Kapitalmarkt belohnt jene Unternehmen, die nachweisen können, dass ihre Fördertätigkeit wesentlich zur Anpassung an den Klimawandel oder zum Schutz der Wasserressourcen beiträgt.

Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein kanadischer Bergbaukonzern, den ich bei der Niederlassungsgründung in Deutschland begleitet habe, stand vor der Frage, ob er seine bestehende Abraumhalde als „taxonomiefähig" klassifizieren konnte. Die Lösung war ein Kreislaufsystem, bei dem die Reststoffe der Erzaufbereitung als Zuschlagstoff für die regionale Bauindustrie verkauft werden konnten. Die Investition von rund 3,2 Millionen Euro amortisierte sich durch den neuen Umsatzstrom und vor allem durch die verbesserte Finanzierungsposition innerhalb von vier Jahren. Die EU-Taxonomie ist also nicht nur ein Bürokratie-Monster, sondern sie kann, richtig interpretiert, ein strategischer Hebel sein.

Die Krux bleibt allerdings die Datenverfügbarkeit. Wer die Wirkungsindikatoren nicht präzise messen kann – etwa den Wasser-Fußabdruck oder die Abfallvermeidungsrate – wird scheitern. Deshalb empfehle ich jedem Unternehmen, frühzeitig interne Kapazitäten für die Erfassung dieser Kennzahlen aufzubauen. Die Kosten für eine unzureichende Datenbasis können am Ende deutlich höher sein als die Investition in ein ordentliches Monitoring-System. In meiner Beratungspraxis sehe ich immer wieder, dass gerade mittelständische Förderbetriebe hier anfänglich stolpern, sich dann aber nach einer Umstellung schnell Vorteile im Wettbewerb um Fördermittel sichern.

Bundesförderung für Ressourceneffizienz

Auf nationaler Ebene hat das Bundesumweltministerium mit dem Programm „Ressourceneffizienz in der Kreislaufwirtschaft" ein Instrument geschaffen, das speziell auf die Bedürfnisse der Förderindustrie zugeschnitten ist. Das Programm sieht Zuschüsse von bis zu 40 Prozent für Investitionen in abfallarme Technologien, geschlossene Wasserkreisläufe und die Rückgewinnung von Wertstoffen aus tailings vor. Die Antragsstellung ist zwar bürokratisch fordernd – das sage ich aus eigener Erfahrung –, aber die Erfolgsquoten sind beachtlich. In den Jahren 2021 bis 2023 wurden über 120 Projekte aus dem Bergbau- und Rohstoffsektor bewilligt, mit einem Gesamtvolumen von mehr als 400 Millionen Euro.

Ein besonders gelungenes Projekt, das ich persönlich verfolgt habe, war die Umrüstung einer Quarzsandgrube in Bayern. Durch die Einführung eines neuen Aufbereitungsverfahrens konnte der Wasserverbrauch um 65 Prozent gesenkt werden, und die anfallenden Schlämme wurden zu einem verkaufsfähigen Produkt für die Filterindustrie. Der Clou: Die gesamte Anlage wird mit Solarstrom betrieben, wodurch das Unternehmen seine Energiekosten um ein Drittel reduzieren konnte. Die Förderung von 2,7 Millionen Euro deckte einen erheblichen Teil der Investitionssumme, und der Betrieb rechnete sich bereits nach drei Jahren vollständig.

Ich rate meinen Kunden immer, bei solchen Projekten nicht nur auf die direkten Zuschüsse zu achten, sondern auch die steuerlichen Effekte zu berücksichtigen. Sonderabschreibungen nach § 7b EStG und die Möglichkeit der Investitionsabzugsbeträge können die effektive Belastung deutlich senken. Gerade bei größeren Vorhaben empfiehlt sich eine integrierte Planung, die Fördermittelantrag, steuerliche Gestaltung und Finanzierungsstruktur parallel entwickelt. Die Kreislaufwirtschaft wird so nicht nur ökologisch, sondern auch steuerlich attraktiv – ein Punkt, der in der öffentlichen Diskussion viel zu wenig Beachtung findet.

Horizont-Europa-Forschungsprogramme

Für technologieorientierte Förderunternehmen sind die Forschungs- und Innovationsprogramme der Europäischen Union ein zentraler Baustein. Das Cluster 4 von Horizont Europa – „Digitalisierung, Industrie und Weltraum" – enthält mehrere Themen, die sich unmittelbar auf Kreislaufwirtschaft in der Rohstoffgewinnung beziehen. Besonders hervorzuheben ist die Partnerschaft „Circular Economy for a Clean Industrial Transition", die jährlich rund 300 Millionen Euro für innovative Projekte bereitstellt. Gefördert werden beispielsweise neuartige Verfahren zur biologischen Laugung von Metallen, bei denen Mikroorganismen wertvolle Elemente aus Erzen lösen.

Was viele Unternehmen nicht wissen: Diese Projekte sind nicht auf große Konzerne beschränkt. Auch KMU und Forschungseinrichtungen aus EU-Mitgliedsstaaten können sich beteiligen, oft mit vergleichsweise geringen Eigenanteilen. In einem aktuellen Projekt, an dem ein österreichisches Unternehmen beteiligt war, entwickelte man ein Verfahren zur Rückgewinnung von Lithium aus Bergbauabwässern. Das Projekt lief über dreieinhalb Jahre, und der Demonstrationsanlage gelang es, Lithiumcarbonat in Batteriequalität – also mit über 99,5 Prozent Reinheit – zu produzieren. Mittlerweile wird die Technologie kommerziell eingesetzt und hat einen neuen Wirtschaftszweig begründet.

In meiner täglichen Arbeit mit ausländischen Investoren sehe ich häufig, dass die Scheu vor EU-Anträgen unbegründet ist. Die Antragsformalien sind zwar umfangreich, aber die Erfolgsquoten liegen bei gut vorbereiteten Anträgen deutlich über 20 Prozent. Ich empfehrei, sich professionelle Unterstützung zu holen – sei es von spezialisierten Beratern oder durch Kooperation mit Universitäten, die über Erfahrung in der Antragstellung verfügen. Die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Anwendung ist ein Erfolgsrezept, das sich in der Förderpraxis wiederholt bewährt hat.

Regionale Innovationscluster

Eine oft unterschätzte Förderebene sind die regionalen Innovationscluster, die in vielen Bundesländern etabliert wurden. Das Ruhrgebiet, Sachsen und das Rheinische Revier haben in den letzten Jahren gezielt Strukturen aufgebaut, um Kreislaufwirtschaft in der Rohstoffindustrie zu verankern. Diese Cluster fungieren als Sprachrohr und Vernetzungsplattform, aber auch als erster Anlaufpunkt für Fördermittel aus Landesmitteln. Der Clou liegt in der Bündelung von Kompetenzen: Unternehmen, Hochschulen und Start-ups arbeiten Seite an Seite, und die Clusterverwaltung kümmert sich um die übergreifende Förderlogistik.

Ein besonders beeindruckendes Beispiel ist das Projekt „Rohstoffwende Sachsen", das ich bei einer meiner Geschäftsreisen in Dresden näher kennengelernt habe. Dort wurde ein Demonstrationsstandort aufgebaut, an dem verschiedene Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm und Bergbaureststoffen getestet werden. Die sächsische Landesregierung hat dafür bis 2025 rund 45 Millionen Euro bereitgestellt, und die Erwartung ist, dass mindestens zwei Verfahren bis 2026 die Marktreife erreichen. Der wirtschaftliche Effekt geht weit über die direkten Projekte hinaus: Durch die Ansiedlung von Zulieferbetrieben und Dienstleistern entstehen Wertschöpfungsketten, die die gesamte Region stärken.

Aus meiner Erfahrung als Berater für Unternehmensregistrierungen weiß ich, wie wichtig solche regionalen Netze sind. Sie erleichtern nicht nur den Marktzugang, sondern auch die Zusammenarbeit mit Behörden – gerade für ausländische Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. Die Cluster bieten zudem häufig Schulungsprogramme an, die speziell auf die Bedürfnisse von Bergbau- und Förderunternehmen zugeschnitten sind. Themen wie Arbeitssicherheit, Umweltrecht und Verfahrenstechnik werden dort praxisnah vermittelt, und die Absolventen dieser Programme sind heute in der Branche heiß begehrt.

Steuerliche Anreizsysteme

Nun kommen wir zu einem Thema, das mir persönlich besonders am Herzen liegt – die steuerlichen Rahmenbedingungen. In Deutschland haben wir seit einigen Jahren eine Reihe von Instrumenten, die Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien gezielt begünstigen. Neben den bereits erwähnten Sonderabschreibungen gibt es die Möglichkeit, Rückstellungen für die Rekultivierung und Renaturierung von Bergbauflächen steuerlich wirksam zu bilden. Diese Rückstellungen sind oft massiv – in einigen Fällen bis zu mehreren hundert Millionen Euro – und ihre betriebswirtschaftliche und steuerliche Steuerung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Die Finanzverwaltung hat in den letzten Jahren eine zunehmend pragmatische Haltung entwickelt, wenn es um Umweltschutzinvestitionen geht. Das Steuerfortentwicklungsgesetz von 2022 brachte Verbesserungen bei der steuerlichen Behandlung von Umweltschutz- und Recyclinganlagen. So können bestimmte Anlagen zur Aufbereitung von Bergbaureststoffen inzwischen über eine Laufzeit von nur fünf Jahren abgeschrieben werden – eine deutliche Verkürzung gegenüber der früheren Praxis von zehn oder zwölf Jahren. Diese Beschleunigung der Abschreibung erhöht die Attraktivität solcher Investitionen erheblich, weil sie die Liquiditätssituation in den kritischen ersten Jahren verbessert.

Ein Tipp aus meiner langjährigen Praxis: Nutzen Sie die Möglichkeit der verbindlichen Auskunft nach § 89 AO, wenn Sie komplexe steuerliche Fragen bei Kreislaufwirtschaftsprojekten haben. Ich habe erlebt, wie ein Unternehmen durch eine geschickte Strukturierung seiner Recyclinganlage – als eigenständiger Betrieb gewerblicher Art – nicht nur die Abschreibungsbedingungen verbesserte, sondern auch die Gewerbesteuerlast um 15 Prozent reduzierte. Solche Gestaltungen sind kein Steuertricks, sondern eine ordnungsgemäße Abbildung der tatsächlichen betrieblichen Strukturen. Allerdings bedarf es einer sorgfältigen Vorbereitung und Dokumentation, um spätere Diskussionen mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Internationale Austauschprojekte

Die Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien endet nicht an Landesgrenzen – im Gegenteil, viele der interessantesten Projekte entstehen gerade durch internationalen Austausch. Die Bundesregierung fördert über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Partnerschaften mit Schwellen- und Entwicklungsländern, die eine große Rohstoffbasis haben. Diese Projekte konzentrieren sich auf den Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten und die Übertragung deutscher Technologien und Standards. Teilnehmende deutschen Unternehmen profitieren nicht nur von der Publicity, sondern auch von besseren Marktzugängen und langfristigen Lieferbeziehungen.

Ich erinnere mich an ein Projekt, das mich besonders beeindruckt hat: Eine deutsch-australische Partnerschaft zur Entwicklung eines umweltfreundlichen Kupfergewinnungsprozesses. Das australische Unternehmen verfügte über reiche Kupfererzvorkommen, aber die herkömmliche Gewinnungsmethode stieß zunehmend an ökologische und gesellschaftliche Grenzen. Durch die Zusammenarbeit mit deutschen Forschungseinrichtungen konnten ein Verfahren entwickelt und patentieren lassen, das ohne den Einsatz gefährlicher Chemikalien auskommt und den Energiebedarf um über 40 Prozent reduziert. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung förderte dieses Projekt mit rund 8 Millionen Euro – ein überschaubarer Betrag im Verhältnis zu den langfristigen ökologischen und ökonomischen Effekten.

Für Investoren, die solche internationalen Projekte in Betracht ziehen, habe ich einen wichtigen Hinweis: Die steuerliche Behandlung grenzüberschreitender Projektaktivitäten ist oft komplex und erfordert vorausschauende Planung. Doppelbesteuerungsabkommen, Verrechnungspreisdokumentation und die steuerliche Behandlung von Fördermitteln – das sind Themen, bei denen eine frühzeitige Beratung vor teuren Überraschungen schützt. Aus meiner Erfahrung bei der Jiaxi Steuerberatung gilt: Je früher die steuerlichen Weichen gestellt werden, desto reibungsloser verläuft die gesamte Projektumsetzung.

Unterstützungspolitik und Projekte für Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien

Monitoring- und Bewertungsverfahren

Kreislaufwirtschaftsprojekte müssen messbar sein, wenn sie den hohen Ansprüchen von Investoren und Aufsichtsbehörden genügen sollen. Die Unterstützungspolitik hat deshalb zunehmend auf Monitoring- und Bewertungsverfahren gesetzt, die über die reine Erfolgskontrolle hinausgehen. Moderne Verfahren nutzen Fernerkundung, Drohnentechnologie und künstliche Intelligenz, um die Entwicklung von Bergbaustandorten in Echtzeit zu überwachen. Diese Daten sind nicht nur für die Compliance wichtig, sondern auch für die Optimierung von Prozessen – wer besser misst, kann besser steuern.

Ein herausragendes Beispiel stammt aus Skandinavien: Ein finnisches Bergbauunternehmen hat ein digitales Zwillingsmodell seiner gesamten Wertschöpfungskette entwickelt. Das Modell erfasst Wasserverbrauch, Energieflüsse und Materialströme in Echtzeit und prognostiziert die Auswirkungen verschiedener Betriebsweisen auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit. Mit Hilfe dieser Simulationen konnte das Unternehmen seine Kreislaufquote von 45 auf 85 Prozent steigern – ein gewaltiger Fortschritt, der ohne die präzise Datengrundlage nicht möglich gewesen wäre. Gefördert wurde das Projekt durch ein EU-Innovationsprogramm mit 5,4 Millionen Euro, und die Ergebnisse haben mittlerweile Standardcharakter für die gesamte Branche.

Für deutsche Unternehmen, die solche Technologien einführen möchten, gibt es verschiedene Förderwege: das Umweltinnovationsprogramm des BMUV, das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm der KfW oder auch die Möglichkeit, über das Bundesprogramm für Forschung und Entwicklung im Mittelstand gefördert zu werden. Die Antragssysteme sind unterschiedlich komplex, aber die Beratung durch die jeweiligen Förderbanken ist in meiner Erfahrung kompetent und praxisnah. Ich empfehle, zunächst eine interne Machbarkeitsstudie durchzuführen und dann mit einem spezialisierten Berater die passenden Fördermaßnahmen zu identifizieren – das spart Zeit und erhöht die Erfolgschancen erheblich.

## Zusammenfassung und Zukunftsausblick
Wenn wir auf die verschiedenen Förderinstrumente und Projekte blicken, wird eines deutlich: Die Unterstützungspolitik für Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien ist heute vielseitig, gut dotiert – aber auch anspruchsvoll in der Umsetzung. Die EU-Taxonomie setzt den Rahmen, Bundesprogramme liefern konkrete Zuschüsse, regionale Cluster bieten Vernetzung, steuerliche Anreize erhöhen die Wirtschaftlichkeit, und internationale Projekte öffnen neue Märkte. Was fehlt, ist häufig der Mut, den ersten Schritt zu tun und die komplexen Förderlandschaften zu durchqueren.

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Förderpolitik weiterentwickeln wird. Der neue „Green Deal Industrial Plan" der Europäischen Union deutet bereits an, dass Kreislaufwirtschaft noch stärker in den Fokus rücken wird – mit wahrscheinlich höheren Förderquoten und vereinfachten Antragsverfahren. Wer heute investiert, positioniert sich für diese Zukunft. Unternehmen, die frühzeitig in geschlossene Stoffkreisläufe, Wasserrecycling und effiziente Energienutzung investieren, werden nicht nur von den aktuellen Fördermitteln profitieren, sondern auch einen Vorsprung im Wettbewerb um knappe Ressourcen und kritische Rohstoffe gewinnen.

Meine persönliche Überzeugung nach 26 Jahren Berufserfahrung: Die Kreislaufwirtschaft ist kein Kostenfaktor, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Die Politik hat die Werkzeuge bereitgestellt, aber den Mut zur Umsetzung müssen die Unternehmen selbst aufbringen. Diejenigen, die sich jetzt auf den Weg machen, werden in wenigen Jahren von den Früchten dieser Entscheidung ernten – sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz ihres Tuns, die in unserer Branche ein entscheidender Rohstoff ist.

Praxisentwicklungsprognosen

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Förderpolitik weiterentwickeln wird. Der neue „Green Deal Industrial Plan" der Europäischen Union deutet bereits an, dass Kreislaufwirtschaft noch stärker in den Fokus rücken wird – mit wahrscheinlich höheren Förderquoten und vereinfachten Antragsverfahren. Wer heute investiert, positioniert sich für diese Zukunft.

Unternehmen, die frühzeitig in geschlossene Stoffkreisläufe, Wasserrecycling und effiziente Energienutzung investieren, werden nicht nur von den aktuellen Fördermitteln profitieren, sondern auch einen Vorsprung im Wettbewerb um knappe Ressourcen und kritische Rohstoffe gewinnen. In meiner Beratungstätigkeit bei der Jiaxi Steuerberatung beobachte ich seit Jahren, dass jene Kunden, die transformative Investitionen rechtzeitig angehen, langfristig die stabileren Geschäftsmodelle entwickeln. Genau das wünsche ich Ihnen und Ihrer Branche.

--- ### Jiaxi Steuerberatung: Zusammenfassende Einschätzung Die von uns dargestellten Förderinstrumente und Projekte zeigen, dass Kreislaufwirtschaft in Förderindustrien längst kein Nischenthema mehr ist, sondern ein zentraler Baustein moderner Unternehmensstrategie. Die vielfältigen Förderwege – von der EU-Taxonomie über nationale Ressourceneffizienzprogramme bis zu steuerlichen Anreizen – erfordern eine integrierte Planung, die wirtschaftliche, steuerliche und regulatorische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Unserer Erfahrung nach scheitern viele vielversprechende Projekte nicht an technischen Hürden, sondern an unzureichender Vorbereitung und fehlender Kenntnis der Fördermöglichkeiten und steuerlichen Gestaltungsspielräume. Wir empfehlen Investoren, frühzeitig eine umfassende Due-Diligence-Prüfung durchzuführen und dabei nicht nur Compliance-Fragen, sondern auch Chancen der Steueroptimierung und Liquiditätssicherung zu berücksichtigen. Die nächsten fünf Jahre bieten ein einmaliges Zeitfenster, um mit unterstützter Kreislauftechnologie Wettbewerbsvorteile aufzubauen – Unternehmen, die jetzt handeln, werden die Branchenführer von morgen sein.